News

19-Apr-2016

Was ist ein Therapiegarten?

Um zu wissen, was ein Therapiegarten ist, muss man verstehen, wie Gartentherapie funktioniert. Sie basiert auf dem Grundsatz, dass die Natur zum Wohlbefinden des Menschen beitragen kann – und das sowohl physisch als auch psychisch.

Wer würde das nicht unterschreiben? Im Garten schweifen unsere Augen über die grüne Natur, unsere Ohren lauschen dem Vogelgezwitscher, unsere Hände wühlen in der dunklen Erde, unsere Nase riecht duftende Blumen und unsere Zunge schmeckt aromatische Erdbeeren.

Im Garten spüren wir das Leben. Es scheint, als ob dort alle sensorischen Filter ausgeschaltet sind: Wir können gar nicht anders als es in seiner ganzen Pracht wahrzunehmen und uns ihm zu öffnen. Das gilt auch für Menschen, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind.

„Green Prescriptions“ (Grüne Verordnung)
Die Neuseeländer haben das übrigens schon lange für sich entdeckt. Dort sind die ärztlichen „Green Prescriptions“ weit verbreitet. Aber auch hierzulande nutzen mehr und mehr Kliniken, Seniorenheime, Förderschulen oder Pflegeeinrichtungen die Möglichkeiten eines Therapiegartens.

Weil viele ihrer Patienten, Schüler oder Bewohner im Rollstuhl sitzen, muss der Therapiegarten so konzipiert sein, dass die Menschen nah an die Beete herankommen. Die Tischbeete vom Hochbeetgarten sind dafür ideal, denn sie sind mit dem Rollstuhl unterfahrbar. So können die Menschen im Therapiegarten in der Erde wühlen, die Blumen im Hochbeet riechen und die Kresse pflücken, die später auf dem Butterbrot landet. Lesen Sie hier mehr zu anschaulichen Beispielen eines Therapiegartens.