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23-Mai-2015

Die kalte Sophie macht alles hie!

Noch nie gehört den Satz? Ihre Eltern oder Großeltern kennen ihn bestimmt noch. Hinter dieser Bauernregel verbirgt sich die „kalte Sophie“, die gemeinsam mit Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius zarten Pflänzchen den Garaus macht. Gemeinsam sind die fünf als „Eisheilige“ von 11. bis 15 Mai unterwegs.

Damit gemeint ist das Phänomen, dass nach einem recht warmen Maianfang meist zur Monatsmitte wieder kalte Polarluft nach Mitteleuropa strömt, Bodenfröste verursacht und dadurch kälteempfindliche Pflanzen vernichtet. Sie sollten daher immer nach den Eisheiligen ausgesät werden. Unsere Vorfahren glaubten fest daran, aber wie sieht das heute aus?

Bodenfröste im Mai gibt es immer noch, doch ob sie pünktlich zu den Eisheiligen kommen, ist fraglich. Zum einen haben sich die Tage nach der Kalenderreform von Papst Gregor VIII. im 16. Jahrhundert etwa um eine Woche nach hinten verschoben. Zum anderen hat sich das Klima in den vergangenen Jahrzehnten auch verändert.

Trotzdem ist auch in diesem Mai in einigen Nächten das Thermometer unter null Grad gesunken. Mancher Gärtner hat dadurch zarte Pflänzchen und weiche Kräuter wie Basilikum eingebüßt. Wir im Hochbeetgarten haben allerdings noch keine Verluste zu verzeichnen.

Ob das nun aber dem relativ milden Klima in der Metropolregion Rhein-Neckar oder dem Hochbeet, das keinen unmittelbaren Kontakt zum Bodenfrost hat, geschuldet ist, wissen wir nicht. Trotz allem: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Unser Tipp für Ihre Hochbeete lautet deshalb: Packen Sie in kalten Nächten Ihr Hochbeet unter den Frühbeetaufsatz, umhüllen Sie die Pflanzen mit einem Vlies oder bedecken Sie mit Laub. Wir drücken alle „grünen“ Daumen, dass es Zucchini, Gurke, Tomaten und Co damit auch bei knackigen Temperaturen nachts gut geht.